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Hochfeste Schäkel

Hochfeste Schäkel: D-Schäkel und Bow-Schäkel

Schäkel bestellen Sie bei Baumgart in 15 Tragfähigkeitsstufen von 0,33 t bis 25 t direkt ab Lager in Ochtrup: als gerade D-Schäkel oder geschweifte Bow-Schäkel, wahlweise mit Schraubbolzen oder mit Mutter und Splint. Alle Hochfesten Schäkel sind feuerverzinkt und mit eingeschlagener Tragfähigkeit gekennzeichnet. Größere Ausführungen bis 55 t liefern wir auf Anfrage.

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Schäkel kaufen für Kran, Hebetechnik und Schwerlast

Ein Schäkel ist das Bindeglied zwischen Anschlagmittel und Lastaufnahmepunkt. Der U-förmige Bügel wird über den Anschlagpunkt geführt und mit einem Bolzen geschlossen. So entsteht eine lösbare, formschlüssige Verbindung, die hohe Zugkräfte überträgt. Typische Kombinationen sind Rundschlingen am Kranhaken, Anschlagketten an Lastösen oder Hebebänder an Aufnahmepunkten.

Wer Schäkel kauft, achtet auf vier Punkte: Tragfähigkeit (WLL), Bügelform, Bolzensicherung und Material. Die Wahl orientiert sich an Lastgewicht, Anschlagwinkel, Anzahl der Anschlagstränge und Einsatzumgebung. Unsere Hebeschäkel mit feuerverzinktem Bügel, lackiertem Bolzen und eingeschlagener Traglast decken das Spektrum von leichter Werkstattarbeit bis zu Schwerlastanwendungen im Kranbau ab.

Welche Schäkelarten gibt es?

Bei der Bügelform unterscheidet man zwischen geraden D-Schäkeln und geschweiften Bow-Schäkeln. Bei der Bolzensicherung sind Schraubbolzen und die Kombination aus Bolzen, Mutter und Splint die beiden gängigen Varianten. Beide Bauformen werden im Hebezeugbereich auch als Last- oder Hebeschäkel bezeichnet.

D-Schäkel: gerade Form

Der gerade Schäkel – auch D-Schäkel genannt – hat einen schmalen, U-förmigen Bügel und wird eingesetzt, wenn die Last in einer geraden Linie zieht. Die kompakte Bauform spart Platz und führt das Anschlagmittel direkt. Bei mehrsträngigem Anschlag mit unterschiedlichen Zugwinkeln ist die geschweifte Bow-Form die bessere Wahl.

Bow-Schäkel: geschweifte Form

Der geschweifte Schäkel – im Markt häufig Bow-Schäkel genannt – hat einen weiten, geschwungenen Innenraum. Diese Form ist die richtige Wahl, wenn mehrere Anschlagmittel in einen Schäkel eingehängt werden – etwa beim Zwei- oder Vierstrang-Gehänge, bei Rundschlingen mit großem Bandquerschnitt oder bei beweglichen Verbindungen mit wechselndem Anschlagwinkel. Der größere Innenraum reduziert die Knickbelastung am Anschlagmittel und verhindert ein Klemmen unter Last.

Schäkel mit Schraubbolzen

Der Schraubbolzen wird in das Gewinde des Bügels eingedreht und sitzt durch die konische Auflagefläche fest. Schäkel mit Schraubbolzen lassen sich mit der Hand öffnen und schließen und eignen sich für Verbindungen, die regelmäßig gelöst werden – etwa wenn Schäkel im Schichtwechsel zwischen verschiedenen Lasten umgehängt werden oder bei kurzen Hebevorgängen. 

Schäkel mit Mutter und Splint

Schäkel mit Augbolzen, Mutter und Splint sichern den Bolzen zusätzlich gegen Verdrehen. Die Kombination kommt zum Einsatz, wenn die Verbindung über längere Zeit unter Last steht, Vibrationen auftreten oder häufige Lastwechsel zu erwarten sind – typisch beim Anschlagen von Betonfertigteilen über mehrere Tage, bei festen Montageverbindungen oder im Schwerlasttransport. Der Splint verhindert das selbsttätige Lösen der Mutter und macht die Verbindung wartungsärmer. Sie brauchen beim Öffnen etwas mehr Zeit als bei einem Schraubbolzen, gewinnen dafür aber spürbar Betriebssicherheit.

Schäkelgrößen und Schäkeltraglast in der Übersicht

Wir führen Schäkel in 15 Tragfähigkeitsstufen direkt ab Lager. Die folgende Schäkeltraglast-Tabelle zeigt, welche Größen mit Schraubbolzen oder mit Mutter und Splint verfügbar sind. Detaillierte Schäkelmaße – Bolzendurchmesser, Maulweite und Innenbreite – entnehmen Sie der jeweiligen Produktseite.

Tragfähigkeit (WLL)

Mit Schraubbolzen

Mit Mutter und Splint

0,33 t

0,5 t

0,75 t

1,0 t

1,5 t

2,0 t

3,25 t

4,75 t

6,5 t

8,5 t

9,5 t

12,0 t

13,5 t

17,0 t

25,0 t

25,0 – 55,0 t

auf Anfrage

auf Anfrage

Bei der Auswahl der passenden Stufe berücksichtigen Sie:

  • Lastgewicht: Bezogen auf die einzelne Anschlagstelle, nicht auf das Gesamtgewicht der Last.

  • Anschlagwinkel: Bei Mehrstrang-Anschlag sinkt die zulässige Last je Strang mit zunehmendem Winkel zur Vertikalen.

  • Lastfall: Statisch, dynamisch oder mit Stoßlast. Pendelnde Lasten oder ruckartiges Anheben erzeugen höhere Belastungen als die reine Gewichtskraft.

  • Maulweite und Bolzendurchmesser: Müssen zur Stärke des Anschlagmittels und zur Form der Anschlagöse passen.

Bei kombiniertem Einsatz mit Rundschlingen oder Hebebändern wählen Sie die Schäkelgröße so, dass die textile Schlinge im geschweiften Innenraum frei beweglich bleibt und nicht über Bolzen oder Bügelkanten knickt.

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Schäkel verzinkt oder Edelstahl: die Materialfrage

Für die Hebe- und Anschlagtechnik in Industrie, Werkstatt, Bau und Logistik sind feuerverzinkte Schäkel der Standard. Die Zinkschicht schützt den geschmiedeten Stahl zuverlässig vor Korrosion und ist für Innenräume, überdachte Außenbereiche und gemäßigte Witterung über viele Jahre ausreichend.

Edelstahl-Schäkel sind eine spezielle Bauform für dauerhaft korrosive Umgebungen – typischerweise Salzwasserkontakt im Marine- und Offshore-Bereich (auch als Ankerschäkel bekannt) oder Anwendungen in chemisch belasteten Atmosphären. Edelstahl-Schäkel haben häufig geringere Tragfähigkeiten als Varianten aus Vergütungsstahl und werden teils über separate Norm-Spezifikationen wie DIN 82101 abgebildet. Wir führen Edelstahl-Schäkel nicht im Standardsortiment. Wenn Ihre Anwendung dauerhafte Korrosionsbeständigkeit erfordert, beraten wir Sie zur passenden Alternative oder klären die Bestellung beim Hersteller.

Typische Einsatzbereiche für Hebeschäkel und Lastschäkel

Schäkel kommen überall dort zum Einsatz, wo lösbare und belastbare Verbindungen in der Hebetechnik nötig sind. Im Maschinenbau und in der Werkstatt dienen sie als Bindeglied zwischen Anschlagkette und Maschinenanschlagpunkt, etwa beim Versetzen von Werkzeugmaschinen oder Großbauteilen. Im Stahl- und Anlagenbau verbinden Lastschäkel Hebebänder oder Rundschlingen mit Trägern, Behältern oder Schweißkonstruktionen. Auf der Baustelle schlagen Sie Betonfertigteile, Schalungselemente und Stahlbauteile an. In der Lager- und Transportlogistik sind Schäkel das Verbindungselement zwischen Anschlagmittel und Ladegut bei Kran- und Staplerarbeiten – passend kombiniert mit Lastaufnahmemitteln und Zubehör für Krane.

In besonders sicherheitskritischen oder lang andauernden Anwendungen kommen Schäkel mit Mutter und Splint zum Einsatz. Für temporäre Hebevorgänge mit häufigen Lastwechseln sind Schraubbolzen-Varianten die ergonomischere Wahl.

Sichtprüfung, Wartung und sichere Anwendung

Schäkel sind Teil des Anschlagmittelzubehörs und unterliegen den Prüfpflichten nach BetrSichV und DGUV Regel 100-500. Konkret bedeutet das:

  • Sichtprüfung vor jedem Einsatz durch den Anwender. Verformter Bügel, gestauchter Bolzen, beschädigtes Gewinde, fehlender oder gerissener Splint, Korrosionsnarben oder eine unleserlich gewordene Tragfähigkeitskennzeichnung führen sofort zum Aussortieren.

  • Jährliche Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person mit Dokumentation. Bei intensiver Beanspruchung sind kürzere Intervalle nötig.

  • Bolzen vollständig schließen. Schraubbolzen bis zum Anschlag eindrehen, Mutter und Splint korrekt sichern. Lose oder nur teilweise eingeschraubte Bolzen sind ein häufiger Unfallgrund.

  • Längsbelastung beachten. Schäkel sind für Zug entlang der Bügelachse ausgelegt – Seitenzug am Bolzen reduziert die zulässige Tragfähigkeit erheblich.

Den jährlichen Sachkundetermin für Ihre Anschlagmittel und das Zubehör übernehmen wir auf Wunsch direkt – mehr dazu auf unserer Seite zum Prüfservice.

Schäkel bei Baumgart heben und sichern online bestellen

Baumgart heben und sichern ist seit 1999 in Ochtrup im westlichen Münsterland ansässig und beliefert Industrie, Handwerk, Bau und Logistik mit Hebe-, Anschlag- und Sicherungstechnik. Sie bestellen Schäkel online direkt im Shop – Lagerartikel sind kurzfristig verfügbar und gehen bei Bestelleingang bis 12 Uhr noch am selben Werktag aus unserem Lager in Ochtrup in den Versand. Sonderausführungen über 25 t sowie Spezialanfertigungen klären wir telefonisch oder per E-Mail.

Sie erreichen uns unter +49 (0)2553 5312 sowie per E-Mail an mail@heben-sichern.de. Anschrift: Baumgart heben und sichern GmbH, Von-Gallitzin-Straße 4, 48607 Ochtrup.

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Häufig gestellte Fragen zu Schäkeln

WLL steht für „Working Load Limit“ und gibt die maximale Arbeitslast in Tonnen an, mit der ein Schäkel im normalen Betrieb belastet werden darf. Die WLL ist auf dem Bügel eingeschlagen. Bei hochfesten Schäkeln liegt die rechnerische Bruchlast beim Sechsfachen der WLL (Sicherheitsfaktor 6).

Der D-Schäkel hat einen geraden, schmalen Bügel und eignet sich für Lasten in einer Zugrichtung. Der Bow-Schäkel ist geschweift, bietet mehr Innenraum und ist für Mehrstrang-Anschläge oder breite Rundschlingen die richtige Wahl. Die Tragfähigkeitsklassen sind bei beiden Bauformen identisch.

Wählen Sie die nächste Tragfähigkeitsstufe oberhalb des Lastgewichts je Anschlagstelle. Eine Sicherheitsreserve ist empfehlenswert, wenn Stoßlasten, Pendelbewegungen oder schräge Zugwinkel auftreten. Die Bügelform (D-Schäkel oder Bow-Schäkel) richtet sich nach Anzahl und Winkel der Anschlagstränge, die Bolzensicherung nach Einsatzdauer und Vibrationen.

Die Tragfähigkeit (WLL) ist direkt in den Bügel eingeschlagen, zusammen mit Herstellerkürzel und Chargenkennzeichnung. Sind diese Markierungen unleserlich, korrodiert oder weggeschliffen, darf der Schäkel nicht weiterverwendet werden.

Nein. Hochfeste Schäkel sind für Zug in Längsrichtung des Bügels ausgelegt. Querbelastung des Bolzens, etwa durch seitlichen Zug einer Anschlagkette, reduziert die zulässige Tragfähigkeit deutlich und kann zum Bauteilversagen führen. In solchen Fällen kommen Schäkel mit zugelassener Querbelastung oder ein vorgeschalteter Wirbel zum Einsatz.

Der Bolzen wird von Hand bis zum festen Anschlag in das Gewinde eingedreht. Ein Anziehen mit Drehmomentschlüssel ist nicht erforderlich – der konische Sitz der Bolzenschulter sorgt für die formschlüssige Verbindung. Wichtig ist, dass der Bolzen vollständig sitzt und sich unter Last nicht selbst lösen kann.

Ja. Wichtig ist ein ausreichend großer Innenraum des Schäkels, damit das Band frei beweglich bleibt und nicht über Bolzen oder Bügelkante geknickt wird. Bei breiten Rundschlingen oder Hebebändern wählen Sie einen Bow-Schäkel mit passender Maulweite.

Ja. Schäkel, die nachweislich überlastet wurden, sind sofort aus dem Verkehr zu ziehen, auch wenn sie äußerlich keine Schäden aufweisen. Innere Gefügeveränderungen lassen sich ohne Werksprüfung nicht ausschließen. Eine Reparatur ist bei Schäkeln nicht zulässig – das Bauteil wird ersetzt.

Ja. Bis 25 t sind Schäkel direkt ab Lager verfügbar. Tragfähigkeiten zwischen 25 t und 55 t bestellen wir auf Anfrage beim Hersteller. Schicken Sie uns dafür eine kurze Anwendungsbeschreibung mit Lastgewicht und gewünschter Bügelform – wir nennen Ihnen Preis und Lieferzeit.