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Abus Handfahrwerke

Abus Handfahrwerk: Laufkatzen für Kran & Hebezeuge

Abus Handfahrwerke sind mechanische Laufkatzen, die Lasten entlang eines Trägers bewegen und in Kombination mit Hand- oder Elektrokettenzügen eingesetzt werden. Sie bilden die Verbindung zwischen Hebezeug und Trägerprofil und sorgen für eine kontrollierte, manuelle Verfahrbewegung. Ihren Einsatz finden sie besonders in Werkstätten, Industriehallen und Lagern und ermöglichen eine flexible Positionierung von Lasten ohne elektrische Antriebe. Die Abus-Modelle in unserem Online-Shop decken Tragfähigkeiten von 300 bis 5.000 kg ab. Entdecken Sie Handfahrwerke und Rollfahrwerke bei Baumgart heben und sichern!



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Abus Handfahrwerk HF: Aufbau, Funktion und Einsatz im Kranbetrieb

Ein Handfahrwerk verfährt Lasten entlang eines Trägers und bildet damit die Grundlage für flexible Hebevorgänge im Betrieb. Es wird direkt auf dem Kranträger montiert und trägt das angeschlossene Hebezeug – typischerweise einen Hand- oder Elektrokettenzug von Abus. Durch die manuelle Bewegung am Träger entsteht eine kontrollierte Laufbewegung, die besonders bei punktgenauen Positionierungen wichtig ist. 

In unserem Shop erhalten Sie Abus Handfahrwerke HF3, HF6, HF14, HF22, HF36 und HF50, die Tragfähigkeiten von 300 bis 5.000 kg abdecken. Sie eignen sich sowohl für leichte Montagearbeiten als auch für schwere Industrieeinsätze, beispielsweise beim Versetzen von Maschinenbauteilen, bei der Positionierung von Bauelementen oder der Handhabung schwerer Werkstücke. 

Technisch basiert das System auf robusten Laufrollen, die auf dem unteren Flansch eines Trägers geführt werden und eine gleichmäßige Lastverteilung ermöglichen. Die stabile Stahlkonstruktion sorgt für hohe Belastbarkeit und minimiert Verschleiß selbst bei häufigem Einsatz. 

Flanschbreite für die richtige Einstellung

Die korrekte Einstellung der Flanschbreite ist einer der wichtigsten Faktoren für die Funktion eines Handfahrwerks im Kranbetrieb. Abus Handfahrwerke lassen sich flexibel auf unterschiedliche Trägerbreiten einstellen: In unserem Online-Shop erhalten Sie Modelle mit Flanschbreiten zwischen 42 und 400 mm. Die Anpassung erfolgt dabei über spezielle Unterlegscheiben auf der Tragachse, mit denen der Abstand zwischen den Laufrollen exakt festgelegt wird. Ein sicherer Lauf ist nur dann garantiert, wenn die Laufkatze stabil auf dem Träger sitzt, ohne dabei zu klemmen oder zu viel Spiel zu haben.

In der Praxis wird das Fahrwerk zunächst locker auf den Träger gesetzt, bevor die Seitenschilder mit den Ausgleichsscheiben passgenau fixiert werden. Eine korrekte Ausrichtung verhindert, dass die Rollen verkanten, was den Kraftaufwand beim Schieben deutlich reduziert. Hier ist besondere Sorgfalt wichtig: Ist die Einstellung zu weit, läuft die Katze instabil; ist sie zu eng, erhöht sich der Verschleiß an den Rollen und am Träger. Führen Sie nach der Montage eine Testfahrt zuerst ohne und dann mit Last durch. So stellen Sie sicher, dass Ihre Abus Hebezeuge und Fahrwerke langfristig zuverlässig und sicher arbeiten.

HF-Typ

Tragfähigkeit

Flanschbreiten

Besonderheit

HF3

300 kg

42–120 / 121–180 mm

Laufrad-Ø 56 mm

HF6

580 kg

42–120 / 121–220 mm

Laufrad-Ø 65 mm

HF14

1.400 kg

64–125 / 126–200 / 201–300 mm

Laufrad-Ø 80 mm

HF14

1.150 kg (reduziert)

301–400 mm

Tragkraftreduktion bei breitem Flansch

HF22

2.200 kg

82–150 / 151–200 / 201–300 mm

Laufrad-Ø 112 mm

HF22

1.800 kg (reduziert)

301–400 mm

Tragkraftreduktion

HF36

3.600 kg

90–155 / 156–200 / 201–300 mm

Laufrad-Ø 112 mm

HF36

2.900 kg (reduziert)

301–400 mm

Tragkraftreduktion

HF50

5.000 kg

100–195 / 200–305 mm

Laufrad-Ø 140 mm

Wichtiger Hinweis zur Auslegung: Bei den Baugrößen HF14, HF22 und HF36 reduziert sich die Tragfähigkeit bei einer Flanschbreite von 301–400 mm. Bitte berücksichtigen Sie das bei der Planung Ihres Kransystems. Quelle: ABUS Produkthandbuch Handfahrwerk HF / Elektrofahrwerk EF, Stand 2025.

Abus HB Rollfahrwerk für HB-Kranbahnen bis 630 kg

Neben den klassischen HF-Handfahrwerken führen wir mit dem Abus HB Rollfahrwerk eine spezielle Laufkatze, die exakt auf die Abus HB-Kranbahnen abgestimmt ist. Die HB-Serie ist eine leichte Einschienenbahn von Abus, die vor allem in Montagebereichen, an einzelnen Arbeitsplätzen und in der innerbetrieblichen Logistik eingesetzt wird.

Das HB Rollfahrwerk ist mit einem Lastbolzen ausgestattet und passt für die Profilgrößen HB150, HB160, HB190, HB200 und HB250. Die Verbindung zum Kettenzug erfolgt direkt über den Lastbolzen, ohne zusätzliche Adapter. Die maximale Tragfähigkeit beträgt 630 kg. Der typische Einsatzbereich liegt damit bei kleineren Montagearbeitsplätzen, in Werkstätten oder bei der Beschickung einzelner Maschinen.

Mit einem Eigengewicht von nur 2,3 kg ist das HB Rollfahrwerk besonders leicht und wird anschlussfertig geliefert. Eine aufwendige Justierung entfällt: Die Laufkatze wird auf die HB-Schiene gesetzt, der Kettenzug über den Lastbolzen eingehängt, und das System ist einsatzbereit. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Tragfähigkeit Ihres Kettenzugs und die Nennlast des Rollfahrwerks aufeinander abgestimmt sind.

Abus Handfahrwerke im Einsatz

Abus Handfahrwerke erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Kettenzügen und sorgen für einen flüssigen Materialtransport in den unterschiedlichsten Branchen:

  • Werkstatt und Instandsetzung: Effizientes Verfahren von schweren Motoren, Getrieben oder Bauteilen zwischen verschiedenen Arbeitsstationen und Werkbänken.

  • Metallbau und Fertigung: Präzises Positionieren von Stahlträgern, schweren Blechen oder Schweißkonstruktionen direkt am Montageplatz.

  • Lagerlogistik: Erleichtertes Handling von Paletten, schweren Werkzeugen oder Maschinenkomponenten, wodurch Transportwege verkürzt und Abläufe optimiert werden.

  • Service und Wartung: Gezieltes Anheben und Verschieben von Anlagenteilen bei Reparaturen oder Inspektionen, auch an schwer zugänglichen Stellen.

  • Baugewerbe: Bewegen von Schalungselementen oder Trägern entlang temporär installierter Kransysteme direkt auf der Baustelle.

Praxis-Tipps für die Planung und den Betrieb von Handfahrwerken

Bereits bei der Planung Ihrer Abus Hebezeuge sollten Sie neben dem reinen Lastgewicht auch das Trägerprofil und die tägliche Einsatzhäufigkeit genau festlegen. Technisch ist es ratsam, stets eine Sicherheitsreserve bei der Tragfähigkeit einzuplanen, um den Verschleiß zu minimieren und das System nicht dauerhaft an der Belastungsgrenze zu betreiben.

In der Praxis zeigt sich, dass ein ruhiger Lauf der Kettenzüge maßgeblich von einer sauberen Trägerführung und einer gleichmäßigen Gewichtsverteilung abhängt. Typische Einsatzgebiete für diese Lösungen sind Werkstattkrane, Wartungsstationen oder Produktionslinien, in denen Lasten regelmäßig manuell verfahren werden müssen.

Wichtige Tipps für den Einsatz von Handfahrwerken:

  • Tragfähigkeit vorausschauend planen: Wählen Sie die Lastklasse immer inklusive einer Reserve für Anschlagmittel und zukünftige Anforderungen.

  • Präzise Einstellung: Die Flanschbreite muss exakt auf den Träger abgestimmt und im Rahmen der Wartung regelmäßig kontrolliert werden.

  • Systemkompatibilität: Achten Sie darauf, dass Handfahrwerk und Elektrokettenzüge technisch perfekt aufeinander abgestimmt sind.

  • Freie Laufwege: Halten Sie die Trägerflansche sauber und frei von Hindernissen, um ein Ruckeln oder Verkanten zu vermeiden.

  • Regelmäßige Instandhaltung: Die Kontrolle der Laufrollen und Achsen sorgt für eine dauerhaft leichte Beweglichkeit der Lasten.

Abus Handfahrwerke bei Baumgart heben und sichern

Abus Handfahrwerke bieten eine durchdachte Lösung für das sichere und präzise Verfahren von Lasten in unterschiedlichsten Einsatzbereichen. Durch die große Auswahl von HF3 bis HF50 lassen sich sowohl leichte als auch schwere Anwendungen zuverlässig abdecken. Die flexible Einstellung der Flanschbreite ermöglicht eine exakte Anpassung an bestehende Trägerprofile. 

In Kombination mit Kettenzügen oder Elektrokettenzügen entsteht ein leistungsstarkes Hebesystem für Werkstatt, Lager oder Industrie. Gleichzeitig überzeugt die einfache Montage durch schnelles Einhängen und Justieren. 

Wer bereits bei der Planung auf die passenden Leistungsdaten und die spezifischen Anforderungen vor Ort achtet, profitiert langfristig von einer hohen Betriebssicherheit und reibungslosen Arbeitsabläufen. Setzen Sie auf bewährte Qualität und wählen Sie jetzt das passende Abus Handfahrwerk für Ihre Anforderungen im Online-Shop von Baumgart heben und sichern.

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Häufig gestellte Fragen zu Handfahrwerken

Bei ABUS werden die Begriffe Handfahrwerk und Rollfahrwerk weitgehend synonym verwendet. Beide bezeichnen eine manuell verfahrbare Laufkatze, die auf dem Unterflansch eines Trägers geführt wird. Eine Ausnahme bildet das HB Rollfahrwerk, das speziell auf Abus HB-Kranbahnen abgestimmt ist. Unterscheiden muss man beide Varianten vom Elektrofahrwerk, bei dem das horizontale Verfahren motorisch erfolgt.

Ja, ein Abus Handfahrwerk kann in vielen Fällen an einem bestehenden Träger nachgerüstet werden. Wichtig ist, dass Flanschbreite, Tragfähigkeit und Aufhängung zum vorhandenen System passen.

Die Tragfähigkeit sollte immer über der tatsächlich zu bewegenden Last liegen. Sinnvoll ist eine Sicherheitsreserve, damit Handfahrwerk und Hebezeug nicht dauerhaft an der Belastungsgrenze arbeiten.

Nicht jedes Handfahrwerk passt automatisch zu jedem Elektrokettenzug. Entscheidend sind die passende Tragfähigkeit, die Aufhängung und die abgestimmte Baugröße.

Das hängt von der Nutzung und den Einsatzbedingungen ab. Bei regelmäßigem Betrieb sollten Laufrollen, Achsen und Schraubverbindungen in festen Intervallen kontrolliert werden.

Die richtige Flanschbreite richtet sich nach dem Trägerprofil, auf dem das Handfahrwerk laufen soll. Das Fahrwerk muss so eingestellt sein, dass es leichtgängig läuft, aber kein übermäßiges Spiel hat.

Ja, das ist grundsätzlich möglich, wenn das Handfahrwerk für die Umgebungsbedingungen geeignet ist. Bei Außeneinsatz sind regelmäßige Kontrolle, Reinigung und Korrosionsschutz besonders wichtig.

Laufkatze ist der Oberbegriff für Fahrwerke, die auf einem Träger laufen. Das Handfahrwerk ist eine manuell bewegte Variante der Laufkatze.

Das Eigengewicht hängt stark von der Baugröße und der Flanschbreite ab. Das kleinste Modell HF3 wiegt je nach Ausführung zwischen 4,1 und 4,5 kg, das HF22 zwischen 24 und 28 kg, das HF36 zwischen 29 und 34 kg, das HF50 zwischen 65,5 und 70,5 kg. Das Eigengewicht ist bei der Planung zu berücksichtigen, da es zusammen mit dem Gewicht des Kettenzugs und der Nutzlast die gesamte Last auf den Kranträger ergibt.